
Kirche „Notre Dame de l’Assomption“ in La Ciotat
Kirche „Notre Dame de l’Assomption“ in La Ciotat
Die Kirche Notre-Dame de l’Assomption ist eines der schönsten Wahrzeichen von La Ciotat. Sie wurde zwischen 1603 und 1620 im provenzalischen romanischen Stil erbaut, schlicht, aber imposant, und nimmt einen zentralen Platz in der Stadt und in den Herzen der Einwohner von La Ciotat ein. Sie lag gegenüber dem ehemaligen Rathaus, das heute das Musée Ciotaden beherbergt.
Im Inneren birgt die Kirche einen unerwarteten Schatz: eine Christusstatue, die 1821 auf der Île Verte aufgestellt wurde, bei den Bombardierungen von 1944 verschwand und dann 1950 auf wundersame Weise von einem Fischer unter Wasser wiedergefunden wurde. Dank eines engagierten Architektenpaares wurde sie restauriert; Recherchen bis hin zum Vatikan bestätigten, dass es sich um ein Werk von Giambologna handelte, einem großen Bildhauer der Renaissance und Schüler von Michelangelo.

Kapelle der „Penitents Bleus“ in La Ciotat
Kapelle der „Penitents Bleus“ in La Ciotat
Die Kapelle, die 1734 von genuesischen Flüchtlingen erbaut wurde, ist heute ein von der Stadt verwalteter Ausstellungsraum. Sie ist 62 Meter lang und verfügt über ein Siebenjoch-Schiff, einen mit einer Kuppel überdachten Laternenturm sowie Buntglasfenster und Wasserspeier. Ursprünglich wurde sie von den Bruderschaften der Büßer finanziert, katholischen Gruppen, die sich der Nächstenliebe verschrieben hatten. Übrigens wurden bei Renovierungsarbeiten unter der Kapelle mehr als 500 Knochen gefunden! An der Fassade zeugen noch heute zwei betende Büßer von dieser Geschichte.

Kapelle „Notre Dame de la Garde“ in La Ciotat
Kapelle „Notre Dame de la Garde“ in La Ciotat
Die von der Bruderschaft der „Pénitents Bleus“ erbaute Kapelle wurde 1613 geweiht. Sie hat die Form eines Seitenkreuzes und wurde 1864 durch Fresken und einen Vorbau verschönert. Auf ihrem Altar aus weißem Carrara-Marmor steht eine aus Eichenholz geschnitzte und vergoldete Statue der Notre-Dame de la Garde, die 1630 von den „Pénitents Bleus“ gestiftet wurde.
Als strategisch wichtiger Ort für die Schifffahrt ist die Kapelle mit den schönsten maritimen Votivgaben der Provence geschmückt, die von der Dankbarkeit der Seefahrer gegenüber der Jungfrau von La Garde zeugen. Sie ist im Sommer sowie am 8.Dezember, dem Festtag der Unbefleckten Empfängnis, an dem eine Wallfahrt stattfindet, für Besucher geöffnet. Obwohl sie kürzlich restauriert wurde, ist sie aufgrund der Gischt weiterhin gefährdet.

Von der vollständig sanierten Plaza Esquiros aus kann man die schöne Steinfassade der Kapelle mit ihrem für die Architektur der Gegenreformation typischen Giebel bewundern. Die Kapelle wurde ab 1630 im Auftrag der Bruderschaft der „Pénitents Noirs“ errichtet. Während der Revolution wurde sie als nationales Eigentum beschlagnahmt und im September 1791 verkauft. In der Zeit der Föderalisten wurde sie zu einem Gefängnis umfunktioniert und wechselte anschließend mehrfach den Besitzer, bevor sie von Pfarrer Brunet zurückgekauft wurde, der dort die Bruderschaft der Heiligen Anna ansiedelte, worauf ihr heutiger Name zurückgeht.

Sobald sich die Kongregation der Heiligen Anna in der zuvor erwähnten Kapelle niedergelassen hatte, ließen sich die „Pénitents Noirs“ nur wenige Meter davon entfernt nieder. Im Jahr 1819 machte das, was von der Bruderschaft übrig geblieben war, Platz für die Kongregation des Heiligen Josef, und die Kapelle wurde im Juni 1821 diesem Heiligen geweiht. Die Statue des Heiligen Josef, die sich im Inneren der Kapelle befindet und 1950 restauriert wurde, ist dieselbe, die ursprünglich in der Nische über dem Eingangstor stand.

Diese 32 Meter lange und 6 Meter breite Kapelle war während der Revolution Sitz des „Club des Antipolitiques“, einer Volksvereinigung, die vom Zentrum in der Rue Thubaneau in Marseille (1791) als Zweigstelle anerkannt wurde. Die Kapelle ist an zwei Gebäude angebaut: links an die Synagoge, die zum Parkplatz (Square Verdun) hin offen ist, und rechts an die Tanzakademie, die zum ehemaligen Klosterhof hin offen ist. Bemerkenswert ist die dreihundert Jahre alte Tür von schöner Machart.

Sie wurde zwischen 1866 und 1871 erbaut und 1872 eingeweiht. Das Gebäude ist recht groß: Länge 26 Meter – Breite 9 Meter – Höhe 14 Meter. Die 1867 in Auftrag gegebenen, sehr kunstvoll gearbeiteten Glasmalereien sind das Werkvon Alphonse Didron, einem bedeutenden Glasmaler, der auch die Glasmalereien der Kathedralen von Troyes und Soissons geschaffen hat.

Die Kapelle wurde 1935 von der Familie Lumière erbaut, der das umliegende Land gehörte. Mit ihrem modernen Stil, ihrer Geräumigkeit und Helligkeit sowie einer Länge von zwanzig Metern und einer Breite von acht Metern ist sie die Kultstätte des Strandviertels. Ein großer, von Schilfmatten überdachter Innenhof ermöglicht es, im Sommer Gottesdienste abzuhalten.




